Klinik für MIC in Berlin – Erfahrungsbericht (Teil 1)

Operative Laparoskopie - Behandlung durch Bauchspiegelung am 31. Januar 2019 in der S+A Klinik für MIC in Berlin

TEIL 1:
Vorgespräch und Entscheidung für eine operative Behandlung der Endometriose

Am 30. Januar 2019 fahren wir erwartungsvoll zum Vorgespräch in das zertifizierte Endometriosezentrum der S+A Klinik für MIC nach Berlin-Zehlendorf. Meine Schmerzen haben eine Intensität angenommen, die ich bislang nicht kannte. 

Pünktlich um 11:00 Uhr begrüßt uns Prof. Bojahr mit einem kräftigen Handschlag in seinem Praxisraum. Ihm liegt bereits meine Krankenakte vor, da ich im April 2017 schon mal in der Klinik operiert wurde. Damals wegen der tiefinfiltrierten Endometriose und Endometriose am Darm mit Darmteilresektion. 

Er liest sich kurz ein, stellt mir einige Fragen und dann will er sich selber ein Bild durch Untersuchung machen. Das sind für mich immer die schlimmsten Momente, denn diese Untersuchungen können äußerst schmerzhaft sein. Und auch diesmal kann ich den lauten Schrei nicht zurückhalten. Prof. Bojahr stellt auch eine Eierstockzyste mittels Ultraschall fest. Er ist einer der erfahrenen Experten für Endometriose hier im Hause MIC. Nach der Untersuchung besprechen wir kurzerhand sein Behandlungsvorschlag. 

Behandlungsmöglichkeiten in der S+A Klinik für MIC

Aufgrund der heftigen Schmerzsymptomatik bleibt nichts anderes übrig, als laparoskopische Bauchspiegelung durchzuführen um rein zu schauen, was die Schmerzen verursachen könnte. Es bestehe Verdacht auf Verwachsungen bzw. Verklebungen der inneren Organe. Diese können zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss führen. Damit kriegen die mich immer. Denn ein operativer Eingriff, auch wenn nur minimalinvasiv, ist bei mir immer die letzte Wahl.  Jede weitere Bauchspiegelung erhöht wiederum das Risiko für weitere Verwachsungen. Also wurde es mir von meiner Hausärztin empfohlen, solange wie möglich einen weiteren operativen Eingriff hinaus zu zögern. Ich bin da zwar ganz bei meiner Hausärztin. Aber ich spüre, dass diesmal was nicht stimmt. Mein Körper signalisiert es mir durch die bislang ungewohnt starken Schmerzen. In den letzten drei Jahren lernte ich die Signale meines Körpers zu verstehen und auch darauf zu achten.  Ich spüre, dass die Endometriose wieder voll im Gange ist. 

Denn seit Oktober 2017 nehme ich das Hormonpäparat „Visanne“, das die Endometriose im Schach halten sollen, nicht mehr. Grund dafür ist, dass ich selbst unter Einnahme der Visanne an Unterleibs- und Rückenschmerzen weiterhin litt. Außerdem litt ich unter starken Nebenwirkungen – einer Depression schweren Grades, die immer schlimmer wurde. Nach dem Absetzen der Visanne ging es zumindest psychisch wieder schnell bergauf.  

Wir werden Sie in der S+A Klinik für MIC operieren!

Dieser Satz war eine Erlösung für mich, denn ich wusste auch nicht mehr weiter. Innerlich stellte ich mich schon darauf ein, „verhandeln“ zu müssen. Denn nicht mal vor einem Jahr wurde ich im Endometriosezentrum des Martin-Luther-Krankenhauses in Berlin mit ähnlicher Schmerzsymptomatik abgewiesen. Damals wurde eine OP innerhalb von 12 Monaten nach der letzten Bauchspiegelung als ncht empfehlenswert ausgeschlossen. 

Dieses Mal schien mir die Bauchspiegelung der einzig möglicher Weg zu sein. Und daher schauen wir gleich nach einem nächsten möglichen OP-Termin. Ich soll eine Nacht, höchstens zwei Nächte einplanen, falls keine unerwarteten Komplikationen auftreten.  „Wann könnten Sie denn?“ fragt mich Prof. Bojahr, schauend in sein Terminkalender im Computer. Ich spaßhalber: „Na, sofort!“ Er: „Wie es ausschaut, sagte jemand für morgen ab und ich habe dadurch eine Lücke. Da könnte ich Sie rein nehmen. Von der Warteliste kann ich da keinen nehmen, das sind alles größere OPs. Sonst wäre der nächste mögliche Termin erst Mitte März.“   

Das halte ich weitere 1,5 Monate bis zur OP garantiert nicht aus, denke ich mir. Was mich dennoch etwas stützig macht, ist die Aussage, dass es bei mir nur eine „kleine“ OP sein wird. Woher weiß er das vorher? Egal, ich will schnellstmöglich operiert werden. Ich stimme dem Termin zu, die Aufnahmemodalitäten werden eingeleitet. Das Gespräch mit der Anästhesistin findet gleich im Anschluss auf das Gespräch mit Prof. Bojahr statt. Im Logistik-Zentrum, das sich um die Aufnahme kümmert, bekomme ich alle Unterlagen in Kopie und eine ToDo-Liste, was ich alles noch bis morgen besorgen muss – ein Einweisungsschein für eine Krankenhausbehandlung und den aktuellen PaP-Abstrich. Da meine Frauenärztin an ein größeres Versorgungszentrum angeschlossen ist, kann ich die geforderten Unterlagen auf dem Nachhauseweg besorgen.  Somit steht der morgigen OP gottseidank nichts im Wege!

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.